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Bei strahlend
schönem und heissem Sommerwetter konnten wir unsere
diesjährige Vereinstour vom 20. / 21. August 2011
bereits beim ersten Anlauf durchführen. Das Ziel hiess
in diesem Jahr der 3138 Meter hohe "Gross Ruchen" im
Maderanertal.
Am späten Nachmittag trafen allmählich die 23
angemeldeten Tour-Teilnehmer bei brütender Hitze auf der
Hüfihütte ein. Von der Hüttencrew, mit Hüttenwart Pauli
und seiner Gehilfin Lisl, wurden wir herzlichst
begrüsst. Auch unsere beiden Bergführer Ernst und Hans
Jauch konnten wir nach ihrer Gletschererkundung
ebenfalls begrüssen.
Nach einer kurzen Materialkontrolle wurde uns ein Apéro
durch den Hüttenchef, Noldi Bünter, welcher ebenfalls
bei der Tour teilnahm, offeriert. Verwöhnt mit einem
sehr feinen, mehrgängigen Nachtessen aus der Hüfiküche
und einigen zugehörigen edlen Tropfen aus dem Keller,
genossen wir anschliessend auf den Vorplatz den
herrlichen milden Abend mit Sonnenuntergang. Nach der
obligaten Kaffeerunde verschob sich die Bergsteigerschar
dann jedoch langsam in die Schlafgemache.
Um 04.30 Uhr war bereits Tagwache angesagt. Nach dem
Morgenessen wurden noch rasch die Packungen erstellt und
bereits um 05.10 Uhr bewegten sich die Gipfelstürmer
Richtung Hüfigletscher hinunter. Nach den mehr als 300
Höhenmeter Abstieg konnten wir die Stirnlampen verstauen
und die Steigeisen montieren. In kurzer Zeit konnten wir
den Gletscher dank der guten Erkundung von Bergführer
Ernst überqueren.
Nun ging’s jedoch steil bergan. Durch Geröll, Gras- und
Felsbänder gelangten wir gut gesichert, rasch zum Fuss
des Chalchschijens. Nach einer kurzen ersten Pause
begrüsste uns die Sonne, welche uns von nun an
erbarmungslos während dem ganzen Rest der Tour
begleitete. Die Route führte nun etwas weniger steil
hinauf über Geröll und geschliffene Felsplatten zum
kümmerlichen Rest des Ruchenfirns. Zum Fuss des
Gipfelaufschwungs montierten wir dann wiederum die
Steigeisen. Nach einer kurzen Kletterpartie mit vielem
losem Geröll erreichten wir kurz vor Mittag den Gipfel
des Gross Ruchen.
"Gratuliärä".... hörte man unzählige Male, ehe sich die
Gipfelstürmer zur kurzen Mittagsrast hinsetzten, einige
Gipfelföteli schossen und das phantastische Panorama
genossen. Nach der Pause ging’s dann nur noch talwärts.
Unsere beiden Führer seilten uns bei der Schlüsselstelle
unterhalb des Gipfel sicherheitshalber ab. Im obersten
Teil stapften wir über den aufgeweichten und pflotschig
gewordenen Gletscher, passierten Geröllhalden und
Felsplatten und gelangten anschliessend über steile
Grasshänge zum Alpgnofer Älpli hinunter.
Nach einer kurzen Pause hiess es die sogenannte Schwärzi,
ein schmales steiles Grasband in den steilen Felsplatten
des hinteren Maderanertals zu queren. Käthy Walker und
Hubi Kieliger verabschiedeten sich dann kurz vor der Alp
Gnof in Richtung Windgällenhütte. Der Rest der
Bergsteigertruppe stieg weiter ab, der Gluthitze des
Nachmittags aber auch dem kühlen Bier des Hotel
Maderanertal entgegen. Nachdem der grösste Durst
gelöscht war, verabschiedeten sich die Teilnehmer
heimwärts.
Mit den vielen Eindrücken und dem unvergesslichen
Bergerlebnis aus dieser einsamen, wilden und
unvergleichlichen Bergwelt im Gepäck (und einem
Muskelkater in den Beinen) kehrten alle wohlbehalten
wieder heim.
Im Namen aller Teilnehmer möchte ich den beiden
Bergführern Ernst und Hans ein herzliches Vergelts Gott
für dieses schöne Bergerlebnis aussprechen.
Bis zum nächsten Jahr.
Euer Präsident
Damian Herger
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